Goethe-Gymnasium Freiburg

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Deutsche Schlerakademie LogoBei der Deutschen Schüler-akademie
"Strebercamp" oder "wissenschaftliches Sommermärchen"? Die Deutsche Schülerakademie ist eine einzigartige Gelegenheit, sich außerhalb des Schulalltags vertieft mit einem Thema nach wissenschaftlicher Methodik auseinander-zusetzen, Bekanntschaft mit faszinierenden anderen Gleichaltrigen zu machen, soziales Miteinander intensiv zu erleben und... 

... und vielen anderen sportlichen und kulturellen Aktivitäten nachzugehen.

Von Mirjam Gold und Raphael Zwölfer

Im Folgenden berichten zwei Schüler/innen des Goethe und Teilnehmer/innen  solcher Akademien über ihre Erfahrungen.
Als wir darauf angesprochen wurden, dass die Möglichkeit bestünde, an einer der sieben sog. Deutschen Schülerakademien teilzunehmen und uns erläuterte, dass dort besonders begabte, interessierte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler zu einer 17-tätigen Akademie aus ganz Deutschland zusammenkämen, um sich intensiv mit einem Thema nach wissenschaftlicher Arbeitsweise auseinanderzusetzen, wurde uns zunächst Angst und Bange.

Denn obwohl wir uns geehrt fühlten, als Repräsentanten unserer Schule ausgewählt zu sein, von denen jede Schule nur ein bis zwei Kandidaten vorschlagen darf und die sich einem strikten Auswahlverfahren unterwerfen müssen, wussten wir doch nicht, was uns erwarten würde.

Wäre die Deutsche Schülerakademie einfach eine Art „Strebercamp“? Eine Versammlung von Leuten, die, anstatt am Strand zu liegen, freiwillig in den Sommerferien arbeiten? Und dann hieß es auch noch, man müsse neben einem vorbereitenden Referat eine kurze Arbeit nach wissenschaftlichen Kriterien verfassen.

Nun, wir waren zu Beginn eher skeptisch. Nachdem wir uns näher über die Deutsche Schülerakademie informierten, die von der gemeinnützigen Stiftung Bildung und Begabung getragen und durch das Bundesbildungsministerium sowie die Kultusministerkonferenz gefördert wird und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht und das Kursangebot studierten, verflog diese Skepsis rasch.

Denn endlich bestand die Möglichkeit, sich eingehend mit Themen zu beschäftigen, die uns hochgradig interessierten, doch für die in der Schule keine Zeit bestand.

So reichten die Angebote von naturwissenschaftlichen Kursen mit den Schwerpunkten Mathematik, Physik und Chemie wie Kurse über Maschinelles Lernen, Astronomie und der von Mirjam besuchte Kurs „Topologie der Daten“ über musik- und geisteswissenschaftliche Kurse über die Germanen, die Interdependenzen zwischen Sprache und Identität sowie bis hin zu dem von Raphael besuchten Kurs über das Werk und Wirken Richard Wagners.

Nachdem wir unsere Bewerbungen vervollständigt und unsere Kurspräferenzen angegeben hatten und über eine erfolgreiche Bewerbung um einen Platz bei der Schülerakademie informiert wurden und unseren Kurs erfuhren, an dem wir teilnehmen würden, sprühten wir nur so voller Enthusiasmus und Vorfreude.

Und tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht. Wir erlebten unser wissenschaftliches Sommermärchen, das von einem intensiven sozialen Miteinander bei den sog. kursübergreifenden Aktivitäten geprägt war, die so divers ausfielen wie die Teilnehmerschaft und verschiedene Sprachangebote wie Altgriechisch, Latein, Französisch und Schwedisch, sportliche Aktivitäten wie Volleyball, Fußball, Federball sowie kulturelles Angebot beinhalteten wie beispielsweise Diskussionen über Theater-und Opernaufführungen. Daneben waren auch populäre Karten-und Gesellschaftsspiele wie Skat, Doppelkopf und natürlich ein Schachturnier auf dem Plan.

Neben der Freizeitgestaltung und dem sozialen Miteinander unter den Teilnehmern stach insbesondere die konzentrierte und äußerst intensive fachliche Arbeit heraus, die sich aufgrund motivierter Teilnehmer und engagierter Kursleiter (meist Doktoranden, Professoren oder wissenschaftliches Lehrpersonal sowie ehemalige Teilnehmer der Akademien) als sehr ergiebig erwies und auf diese Weise deutlich über den Schulstoff hinaus gehen konnte, was uns hochinteressante Erkenntnisse und weitreichende Diskussionen ermöglichte.

Die Atmosphäre während der Kursarbeit war herausragend und zeichnete sich im Besonderen durch bei allen Teilnehmern stark ausgeprägte Wissbegierde, Neugier und das Bedürfnis aus, voneinander zu lernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Dadurch konnte jeder Teilnehmer einen entscheidenden Beitrag dafür leisten, die Kursarbeit voranzubringen und trotz dessen war die Atmosphäre zu keiner Zeit verschult oder angestrengt konzentriert.

Vor diesem Hintergrund bereitete uns weder das Ausarbeiten des Referats, noch das Erstellen der kurzen Arbeit nach wissenschaftlichen Kriterien für die Dokumentation Kopfschmerzen, sondern ganz im Gegenteil, ungemein viel Freude und ermöglichte es uns, über das übliche Schulniveau heraus fokussiert zu arbeiten und durch den Austausch mit anderen unseren eigenen Horizont zu erweitern.

Die Schülerakadmie beinhaltet natürlich noch viele weitere Facetten und Anekdoten, die wir an dieser Stelle nicht allesamt teilen können.

Insgesamt war die Schülerakademie-Erfahrung für uns eine außergewöhnliche und ganz einzigartige, die wir in jedem Hinblick als enorm bereichernd empfanden. Wir können jedem, der von der Schule vorgeschlagen wird, an der Schülerakademie teilzunehmen, aus unserer Perspektive dazu raten, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen.

Wir sind äußerst dankbar dafür, dass es uns ermöglicht wurde, eine so inspirierende und wundervolle Zeit außerhalb des Schulalltags verbringen zu können und möchten insbesondere Herrn Mühlich sowie Herrn Michalke-Leicht ganz herzlich für dieses Privileg danken!

Neugierig geworden?
>>> Hier findet man weitere Informationen zur....

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